Die Schwalben :

Ihre halbkugeligen Nester aus Lehm bauen die schwalben am Liebsten außen an Gebäuden unter Dachvorsprüngen oder in Fensterrahmen. Sie gehören zur Ordnung der Singvögel (Passeriformes) . Schwalben brüten ein bis drei Mal, in Ausnahmefällen sogar vier Mal pro Jahr. Die Jungen bleiben drei/vier Wochen im Nest, bevor sie flügge werden. Sind sie ausgeflogen, kehren sie die ersten Tage noch ins Nest zurück und werden von den Eltern gefüttert. Nach der Brutsaison sammeln sich die Schwalben für den Flug in ihre berwinterungsgebiete. Die jährliche Zugstrecke einer Schwalbe beträgt bis zu 20.000 km im Non-Stop-Flug zurückgelegt
Der Bestand der Schwalbe ist in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen. Der Hauptgrund für diese traurige Entwicklung liegt in den zunehmenden Schwierigkeiten der Schwalben, geeignete Nist- beziehungsweise Brutplätze zu finden. Für die Rauchschwalbe sind heute in vielen Ställen keine Einflugmöglichkeiten mehr vorhanden. Auch gibt es infolge des Rückgangs der Viehhaltung und zunehmender Hygiene vielerorts wenig Fliegen, mit denen die Vögel ihre Jungen ernähren könnten. Die Umstellung der Landwirtschaft auf intensiv bewirtschaftete, oft mit Pestiziden behandelte Felder hat ebenfalls für Nahrungsengpässe beim Insektenfresser Schwalbe gesorgt. Ein wichtiger Grund für allgemeine Wohnungsnot der Vögel sind die massenhaft vorgenommenen Sanierungen von Wohnhäusern der Menschen. So verschwinden in unseren Städten ganze Mauerseglerkolonien. Die Mauersegler fliegen dann bis zur Erschöpfung ihre noch im vorangegangen Jahr vorhandenen Brutplätze an, finden sie aber verschlossen. Eine vielgestaltige Kulturlandschaft, die ein reiches Insektenleben zulässt, ist notwendig für das Überleben vieler Vogelarten.
Feuchtwiesen, Hecken, naturnahe Bäche verhindern Monotonie in der Landschaft und sind gut für die Artenvielfalt. Die Erhaltung von Wildkräutern an Straßenrändern, der Verzicht auf asphaltierte Feldwege sowie die Neuanlage von Bauerngärten. all das ist Voraussetzung dafür, dass die Schwalben genügend Lehm zum Nestbau und Insekten als Nahrung finden.